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Vortrag von Frau Dr. Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, im Konrad-Zuse-Hotel
13.11.2007


Zusammenfassung Vortrag Dr. Traud am 13.11.2007 in Hünfeld auf Einladung der CDU-Mittelstandsvereinung „Hessisches Kegelspiel“

















































Frau Dr. Traud berichtet, dass die Unsicherheit um den US-Konjunkturausblick gegenwärtig das Geschehen am Kapitalmarkt dominiert. Die Wohnungsbaurezession wird noch bis Mitte 2008 anhalten und in Verbindung mit der schwelenden Kreditkrise besteht durchaus das Risiko einer Rezession. Gleichwohl zeigt die aktuelle Datenlage in den USA ein gemischtes Bild: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) legte im dritten Quartal mit knapp 4 % (Jahresrate) kräftig über Potenzial zu. Ein Übergreifen der seit fast 20 Monate währenden Immobilienrezession, die das Gesamtwachstum in diesem Jahr vermutlich um einen vollen Prozentpunkt beeinträchtigt hat, ist demnach ausgeblieben. Für dieses Ergebnis zeichnet sich neben dem Konsum auch die Exportwirtschaft verantwortlich, die den Bremseffekt der Wohnungsbauinvestitionen auffängt.

Dank der Dollarschwäche zusammen mit einer robusten Weltwirtschaft konnten die USA ihre realen Exporte deutlich steigern und die in den Jahren der Dollarstärke verlorenen geglaubten Marktanteile wieder zurückerobern. So haben die Nettoexporte im dritten Quartal fast einen vollen Prozentpunkt zum Gesamtwachstum beitragen. Die Ausfuhrdynamik wird auch im kommenden Jahr eine wichtige Stütze für die Gesamtwirtschaft darstellen, zumal die negativen Beiträge der Wohnungsbauinvestitionen sukzessive auslaufen sollten. Zudem ist der allseits befürchtete negative Vermögenseffekt auf den privaten Verbrauch ausgeblieben. Ungeachtet des anhaltenden Verfalls der Immobilienpreise hat sich die Konsumdynamik im dritten Quartal von 1,4 % (Jahresrate) auf 3 % (Jahresrate) beschleunigt. Der Grund für die Ausgabenneigung der Verbraucher ist in der anhaltend hohen Lohndynamik zu finden, die den negativen Effekt sinkender Immobilienpreise kompensierte.

Im laufenden Quartal wird sich das US-BIP auf rund 1,5 % (Jahresrate) abkühlen. Während die Immobilienkrise noch weit ins Jahr 2008 das Gesamtwachstum bremst, gesellt sich der hohe Ölpreis als wesentlicher Belastungsfaktor hinzu. Dies wird den Konsum unter Druck bringen und den Rezessionsängsten der Kapitalmarktteilnehmer neue Nahrung geben. Die Fed wird diesen Ängsten mit einem letztem Sicherheitsschritt von 50 BP im ersten Quartal 2008 begegnen. Zusammen mit der von der Helaba Volkswirtschaft/Research erwarteten Konjunkturschwäche zur Jahreswende dürften die Zinsen für 10-jährige US-Treasuries in Richtung 4,2 % tendieren und den Tiefpunkt im ersten Quartal 2008 mit 3,9 % erreichen. Euro-Renten sollten durch freundliche US-Vorgaben in den kommenden Monaten gut abgesichert sein. Im kommenden Quartal sollten wachsende Konjunktursorgen, zwischenzeitlich aufkommende Zinssenkungsfantasie im Euroraum und niedrige US-Renditen ein knappes Unterschreiten der 4 %-Marke ermöglichen. Der vorerst anhaltende Teuerungsdruck und die mittlerweile bereits recht hohe Bewertung verhindern gleichwohl einen noch deutlicheren Rückgang.
Ab dem zweiten Quartal wird das Zusammenspiel aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik sowie der Impulse von der Wechselkursseite das Wachstum in den USA wieder ankurbeln. Entsprechend ist dann auch wieder mit einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen bis auf 4,8% zum Jahresende zu rechnen. Die Euro-Renten werden dieser Entwicklungsrichtung folgen und bis zum Jahressende wieder bis auf 4,5% ansteigen.

Die deutsche Wirtschaft wird 2007 mit arbeitstäglich bereinigt rund 2,7 % zum zweiten Mal in Folge über Potenzial (rund 1,7 %) expandieren. Mittlerweile signalisieren jedoch die Frühindikatoren eine Abschwächung der Dynamik. 2008 ist deswegen nur noch mit einem BIP-Zuwachs von knapp 2 % zu rechnen. Da das nächste Jahr gut zweieinhalb Arbeitstage mehr aufweist, dürfte das unbereinigte Wachstum leicht über der 2-Prozentmarke liegen.

Stärkere Impulse als in diesem Jahr gehen vom privaten Konsum aus. So steigt die Beschäftigung weiter und die Tarifabschlüsse fallen höher aus als in den vergangenen Jahren. Zudem werden die Sozialversicherungsbeiträge in der Summe leicht gesenkt (Arbeitslosenversicherung: minus 0,9 Prozentpunkte; Rentenversicherung: plus 0,25 Prozentpunkte). Trotz hoher Energiekosten dürften die Konsumausgaben deswegen 2008 um schätzungsweise 1,7 % zulegen, nach einem nur minimalen Anstieg in 2007. Der Zuwachs der Ausrüstungsinvestitionen wird 2008 etwas geringer ausfallen. So dürfte es wegen der Abschaffung der degressiven Abschreibung zu Jahresbeginn 2008 zu Vorzieheffekten in dieses Jahr gekommen sein. Aufgrund des nur leicht schwächeren Wachstums der Weltwirtschaft ist trotz des hohen Euro-Außenwertes mit weiteren Impulsen vom deutschen Außenhandel zu rechnen. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft ist nach wie vor hoch.


Infoveranstaltung der Stadtwerke Hünfeld GmbH
Mittwoch, 26.09.2007 um 18:00 Uhr

Tagesfahrt nach Frankfurt am Main
19.10.2007

Fa. Bock
30.06.2007


Besichtigung der Fa. Steinacker Verpackungen in Hünfeld
Montag, 04.06.2007 um 18:00 Uhr


Treffpunkt ist das Firmengebäude der Steinacker Verpackungs-System GmbH, Wellastraße 10, 36088 Hünfeld


Besichtigung der ARGE Naturöl-Mühle in Eiterfeld-Großentaft
Mittwoch, 23.05.2007 um 18:30 Uhr


Treffpunkt ist die ARGE Naturöl-Mühle im Gewerbegebiet "An der Alten Straße" in 36132 Eiterfeld-Großentaft


Vorstandssitzung
07.05.2007 ab 20:00 Uhr in Mackenzell (Zum Goldenen Engel)


Tagesordnung:
1.Strategische Allianz mit den Ortsvereinigungen Nüsttal / Hofbieber
2.Geplante Veranstaltungen
3.Verschiedenes


Mitgliederversammlung
22.03.2007 ab 19:30 Uhr in Hünfeld (Kolpinghaus)


Tagesordnung:
1.Vortrag von Herrn Dirk Eich
2.Feststellung der Beschlussfähigkeit
3.Tätigkeitsbericht des Vorstandes
4.Entlastung des Vorstandes
5.Wahl eines Wahlleiters
6.Wahlen des neuen Vorstandes
7.Geplante Aktivitäten/Veranstaltungen 2007 & 2008
8.Verschiedenes


Vorstandssitzung
30.01.2007 ab 19:30 in Großenbach (Zum Goldenen Stern)


Tagesordnung:
1.Rückblick auf das Jahr 2006
2.Mitgliederentwicklung
3.Vorbereitung der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2007
4.Geplante Veranstaltungen in 2007
5.Verschiedenes